Rhythmus im Jazz

Rhythmik ist stilübergreifend ein zentrales Element in jeglicher Musik. Ohne Rhythmus läuft nichts! Entsprechend müssen alle Musiker - egal in welcher Stilistik sie sich bewegen - sich mit dem Thema "Rhythmus" auseinandersetzen. Jede Stilistik hat dabei ihre eigenen Herausforderungen. Da im Jazz - im Gegensatz zu Klassik oder auch Pop - ziemlch frei gespielt wird, sind auch die rhythmischen Herausforderungen andere als z.B. in der Klassik.

 

Jazz-Musiker interagieren spontan zueinander und sie müssen für die gängigsten "Grooves" von Latin bis Swing ein eigenes "Time-Feel" entwickeln. Aufmerksamen gegenseitiges Zuhören steht dabei durchaus im Mittelpunkt.

Swing Feel im Jazz

Gerade im traditionellen Jazz steht "Swing" und damit ein "swingender" Groove nach wie vor hoch im Kurs und auch moderne Spielarten spielen oft mit "Swing-Feel".

 

Doch was bedeutet das?

 

Das "Swing-Feel" entsteht in Verbindung mit einer triolischen Zählweise: Achtelnoten werden dabei nicht gerade, sondern ungerade (triolisch) gespielt, wobei die jeweils erste Note eines Achtel-Doppels länger gespielt wird als die zweite. Bei strenger triolischer Zählweise ("1 di da 2 di da 3 di da 4 di da" statt "1 + 2 + 3 + 4 +")   klingt somit der erste Ton eines Achtel-Doppels doppelt so lange wie der jeweils zweite Ton.

 

Im nachfolgenden Noten-Beispiel findest du die triolischen Zählzeiten direkt unterhalb der Noten: