Jazz Piano Theorie und Praxis lernen

Es ist kein großes Geheimnis, dass zum Jazz-Piano spielen sowohl Theorie als auch Praxis gehören! 

 

Viele Pianisten / Klavierspieler haben eine klassische Grundausbildung mit soliden Notenkenntnissen - also eine gewisse Vorerfahrung - sie wissen aber kaum etwas über Improvisation und können in der Regel auch keine sogenannten Leadsheets lesen. Denn im Jazz wird nicht jede gespielt Note notiert.Vielmehr bekommt man fürs Klavier / Piano meist nur eine Grundinformation bestehend aus Melodie, Akkordsymbolen und ggf. noch rhythmischen Anweisungen wie "spiele als Samba oder Swing" ggf. noch mit einer Tempoangabe wie "midtempo" und ganz selten einer konkreten Metronomzahl (z.B. 130 BPM).

 

Jazz Piano Theorie

Warum ist ein grundlegendes Verständnis musiktheoretischer Zusammenhänge so wichtig?

 

Gerade weil im Jazz - im Gegensatz zur Klassik! - nicht exakt jeder Ton notiert ist, ist es so wichtig die Intention des Stückes zu verstehen, harmonische Zusammenhänge abzuleiten bzw. zu erkennen und letztlich dadurch langfristig das eigene Gehör weiterzuentwickeln.

 

Beim Jazzpiano geht es schon in der Begleitung darum zu verstehen, dass ein notierter C7-Akkord meist nicht als solcher gespielt wird! In der Regel wird ein C7-Akkord mit Erweiterungen gespielt, also z.B. als C11 oder C13-Akkord. Das und die entsprechenden Zusammenhänge (also was bedeutet C13 überhaupt?) muss man aber erstmal verstehen!

 

Dasselbe gilt für die Melodie und erst recht für die Improvisation. Wenn man die harmonischen Zusammenhänge nicht versteht, kann man auch nicht zu einem Musiktitel improvisieren. Theoretisch ginge dies zwar über das Gehör, aber auch dieses muss sich erstmal entwickeln. Daher beginnen nahezu alle Jazz-Einsteiger sich zunächst mit musiktheoretischen Gruundlagenwissen zu beschäftigen, einfach weil es den Einstieg in den Jazz enorm erleichtert.

 

Ein solches Grundlagenwissen (inkl. Spielpraxis) biete ich z.B. in meinem Grundlagenkurs "Jazz Piano Basic" an.

 

Jazz Piano Praxis

Alle graue Theorie nützt nichts, wenn sie nicht in die Praxis, hier "Spielpraxis", umgesetzt wird!

 

Du wirst verstehen, dass diese Binsenweisheit ein unumstößliches Gesetz zum Lernen des Jazzpianos ist. Das geht Hand in Hand mit zahlreichen Herausforderungen die beim Jazz-Lernen auf einen zukommen.

 

Wie oben im Abschnitt "Theorie" beschrieben, gilt es z.B. die passenden "Jazz-Voicings" kennenzulernen, um überhaupt eine jazzig klingende Begleitung an den Tag zu legen. D.h. man muss wissen was ein "C13" oder "C11" Akkord ist, man mus die Lagen kennen, sollte über den Akkordaufbau bescheid wissen und das Know How haben welche Töne man in der Spielpraxis weglassen kann für gut klingende und flüssige Akkordwechsel, sogenannte "Changes".

 

Daneben geht es weiter mit dem Melodiespiel. Denn auch hier spielt man im Jazz nicht einfach "steif" eine vorgebene Notation. Vielmehr wird meist rhythmisch mit "Swing-Feel" gespielt und ganz allgemein werden Melodien interpretiert, wie von einem Sänger und nicht "starr" nach Noten wie in der klassischen Musik, wo zwar auch interpretiert wird, aber vor allem in Bezug auf Anschlag und Spieldynamik. Kein Pianist in der Klassik würde jedoch auf die Idee kommen, die rhythmische Notation eines Beethoven Tites frei zu verändern! Im Jazz hingegen ist das vollkommen "normal". :-)

 

Und in der Königsdiszipin "Improvisation" geht es ohnehin ums freie, interpretierende Spiel. Hier wird verändert und variiert was das Zeug hält. Gerne greift man die Melodie in Variationen als Thema auf und entfernt sich dann melodisch immer weiter von dieser bis zu vollkommen Melodie-unabhängigem Spiel. Und erst gegen Ende einer Improvisation greift der routinierte Jazz-Pianist das Thema (also die Ursprungsmelodie) wieder auf.

 

Dazu gehört ordentlich Spielpraxis, um all diese Routinen zu erlangen und die spielerischen Grundlagen dazu beherrschen zu lernen. Auch diese Feinheiten lernst du Schritt für Schritt in meinem Jazz Piano Grundkurs.